|
Sobre el proceso de transformación de la materia orgánica en las playas arenosasmarinas del Perú. 8:1-25.
UEBER DEN STOFFUMSATZ AN DEN PERUANISCHEN SANDSTRANDEN DES MEERES, von H. - W. und M. Koepcke.? Der Sandstrand des Meeres ist ein extremer Lebensraum, der trotz seiner wechselnden Bedingungen ein reiches Leben aufweist. Er ist die Aufnahmestelle grosser Massen gestrandeter Lebewesen und es lohnt sich daher, die Stoffumsatzfrage genauer zu untersuchen. An peruanischen Sandstranden tritt eine spezifische Makrofauna, vor allen Dingen dekapode Krebse, in den Vordergrund, waehrend die Mikrofauna relativ gering entwickelt zu sein scheint, ein wesentlicher Unterschied gegenueber dem gleichen Lebensraum an europaeischen Kuesten. Aus diesem Grunde wurde hier die Makrofauna in den Vordergrund gestellt. Viele marine Sandstrande Perus zeichnen sich durch eine relativ grosse Armut an Algenanwurf aus. Ebenfalls sehr unbedeutend ist auch die angeworfene Kleintierfauna, die nur manchmal und zwar für gewoehnlich nur unmittelbar neben den Mündungen der Küstenflüsse auffaellig in Erscheinung tritt. Der Strandanwurf besteht vor allem aus Tierkadavern und zwar besonders von Voegeln wie Phalacrocorax bougainvillii, Sula variegata, Pelecanus occidentalis thagus, denen sich zeitweilig verschiedene Turbinares wie Puffinus griseus zugesellen koennen. Das Pflanzenleben ist fast ganz auf das Phytoplankton in der Brandungszone und auf einen Diatomeenbelag der Sandoberflaeche in der Gezeitenzone sowie auf vereinzelte Vorkommen von Phanerogamen auf dem Trockenstrand beschraenkt. Der Hippide Emerita analoga tritt besonders im Gebiet des Humbolt- oder Perustromes bankbildend in der Brandungszone auf und bildet einen wichtigen Nahrungsfaktor für verschiedene Fische. Ausserdem ist Emerita analoga das fast ausschliessliche Nahrungstier der Moewe Larus modestus, die seinen Bestand in der Spülzone erheblich zu reduzieren vermag, was die übrigen Strandvoegel in ihrer Gesamtheit nicht bewirken koennen. Bankbildend tritt ferner die Schnecke Olivella columellaris auf und zwar nur an nordperuanishen Stranden. Unter den Aasfressern ist der Kaefer Phaleria Aspec. von besonderer Bedeutung. Auf der Landseite des Biotops kann der Malacostrake Ocypode gaudichaudii, der sich durch seine vielseitige Nahrungsaufnahme auszeichnet, in grosser Masse auftreten und nimmt dort eine dominierende Stellung ein. Die Fauna der mehr tropischen nordperuanischen Strande ist von der, die unter dem Einfluss des kalten Humboldt- oder Perustromes steht, in mancher Hinsicht verschieden, doch sind diese Unterschiede kleiner als wir sie in den meisten anderen Lebensgemeinschaften beobachtet haben. Eine schematische Darstellung des Stoffumsatzes erhielten wir, indem wir von Ocypode gaudichaudii ausgehend immer weitere Arten in das Blickfeld einbezogen.
Indice::Anterior
::Siguiente
Publicaciones
|