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Contribución al conocimiento de la forma de vida de Ocypode gaudichaudii Milne Edwards et Lucas. (Decapoda, Crustacea). 13:1-46.
Breitrag zur Kenntnis der Lebensform von Ocypode
gaudichaudii MILNE EDWARDS et LUCAS (Decapoda, Crust.) von H.-W.
und M. Koepcke.? Bei biozönotischen Untersuchengen im Bereich
der peruanischen Pazifikküste erwies sich die Strandkrabbe
Ocypode gaudichaudii als wichtige Charakterart des marinen Sandstrandes.
Wie das Schema des biozönotischen Konnexes der Sandstrande
zeigt, die für die peruanische Küste typisch sind,
(siehe Koepcke, 1952), sind Ocypode und Emerita analoga
(Stimpson) [Hippidae] diejenigen biotopeigenen Arten, die die
meisten direkten Beziehungen zu anderen im Biotop auftretenden
Organismen erkennen lassen. Die dadurch gegebene Initialstellung
von Ocypode gaudichaudii in der Lebensgemeinschaft der peruanischen
Sandstrande rechtfertigt es, dass wir gerade diese Art zu autökologischen
Studien gewählt haben.
Das Ziel der Arbeit ist es, diejenigen Strukturenkomplexe und
Verhaltensweisen herauszuarbeiten, die in ihrer Gesamtheit die
“Lebensform” von Ocypode gaudichaudii bilden.
Es soll am Beispiel von Ocypode gezeigt werden, worauf
der mit Lebensformen arbeitende Oekologe sein Augenmerk besonders
zu richten hat, um solche Ergebnisse zu erhalten, die zum Aufbau
einer Formel der Lebensform (im Sinne Remanes, 1943) dienen
können. Eine solche Formel der Lebensform soll die kürzest
mögliche Zusammenfassung der für den Oekologen wichtigen
biologischen Daten einer Art sein. Die Arbeit hat damit eine
ganz bestimmte ökologische Fragestellung; ihr Ziel ist
es also nicht, eine allgemeine Naturgeschichte von Ocypode
zu erlangen, obwohl wir uns bemüht haben, den Leser immer
wieder an die für eine solche Naturgeschichte bedeutsamen
Probleme heranzuführen.
Die Untersuchengen ergaben die folgenden der Selbsterhaltung
dienenden Lebensäusserungen von Ocypode gaudichaudii,
von denen die meisten als Anpassungen an die besonderen Verhältnisse
im Biotop zu bewerten sind:
A. Substanzerwerb
B. Ortsbewegung
C. Schutz.
Besondere Aufmerksamkeit wurde dem merkwürdegen Abweiden
der Sandoberfläche geschenkt, das der Aufnahme von Diatomeen
sowie auch von Detritus und gestrandetem Plankton dient. Die
Haarkämme an der Basis des dritten und vierten Gangbeines
werden als Organe zur Wasseraufnahme aus nassem Untergrund erkannt
und mit der Tätigkeit des Weidens in Verbindung gabracht.
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